Alfa Romeo 1750 GT Am

Der GTA…vergrößert

Die Giulia 1750 GT Am stammt aus dem Werk von Autodelta. Aus dieser Fahrzeugschmiede in Settimo Milanese stammten die besten Renn-Alfas.


Wir schreiben das Jahr 1970: Der Wettbewerb wird immer härter, die Tourenwagenklasse bis zwei Liter immer dichter. Das veranlasst Alfa Romeo zur Weiterentwicklung des Projekts Giulia GTA. Grundlage war die US- Version 1750 des 1750 GT Veloce. Das Fahrzeug war mit indirekter Einspritzung vom Typ Spica anstelle des Vergasers ausgestattet. Diese Lösung war nötig zur Einhaltung der strengen Vorgaben der US-Behörden mit Blick auf Fahrzeugemissionen.

Es genügte eine Serie von 100 Exemplaren (des Giulia 1750 GT Veloce USA), um die Zulassung für Gruppe 2 erhalten. Darunter waren etwa 40 Fahrzeuge Rennwagen vomTyp GT Am. Sie rollten zwischen 1970 und 1971 bei Autodelta vom Band. 

Im Innenraum abgespeckt bis auf die Knochen, manchmal mit Aluminiumtüren, manchmal mit der Spica Einspritzung, die durch ein Lucas-System ersetzt wurde, mit Doppelzündung mit 45°-Ventilen und veränderten Kolben, die das Verdichtungsverhältnis auf 11:1 erhöhten. Die Leistung ist damit im Vergleich zum GTA um einiges gestiegen: auf um ca. 195 PS und bis zu 220 PS bei 7200 U/min.

ALFA ROMEO 1750 GT AM
ALFA ROMEO 1750 GT AM
ENGINE
4 cylinder in line Otto cycle, twin spark, indirect injection Spica, anterior longitudinal, 1985 cm³
POWER
210 HP @ 7.500 rpm
SPEED
230 km/h
WEIGHT
940 kg
DESIGN
Bertone
TYPE OF BODY
Coupé

Der Alfa Romeo 1750 GT Am gewann 1970 die Tourenwagen-Europameisterschaft mit Toine Hezemans, der in Monza, Budapest, Brünn und Jarama als Erster über die Ziellinie fuhr. De Adamich-Picchi gewannen die 6 Stunden vom Nürburgring, in Zandvoort siegte Picchi.


Das Jahr 1971 brachte dann die letzte Weiterentwicklung: den Alfa Romeo 2000 GT Am. Der Hubraum blieb unverändert, aber die Leistung stieg, die mit 240 PS 7500 U/min und eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h erreichte. Die Tourenwagen-Europameisterschaft 1971 war geprägt von Alfa Romeo. Es war der Niederländer Toine Hezemans der die Titel in Monza, Brünn und Zandvoort holte und gemeinsam mit Van Lennep den Sieg bei den 6 Stunden vom Nürburgring einfuhr und dann ist da noch Paul Ricard, der zusammen mit Facetti in Spa-Francorchamps erfolgreich war.

Eine Kuriosität, die bei allen Endurance-Modellen von Alfa Romeo und insbesondere bei den GT-Fahrzeugen auffiel: Auf den Fotos der Rennen sieht man verschiedene Farben auf der Haube, manchmal nur auf einer Seite der Vorderteils. Der Grund ist simpel: Alfa hatte gleichzeitig verschiedene Fahrzeuge in den Wettbewerben. Die Startnummer bei den Wettbewerben, auch wenn sie groß waren, befanden sich auf der Motorhaube und auf den Türen, aber sowohl die Mechaniker als auch die Piloten mussten extrem schnell erkennen, welches Auto in die Box fuhr: Der auffällige weiße, gelbe oder hellblaue Streifen auf der Haube sorgte dafür, dass man schon aus der Ferne, auch bei schlechter Sicht, das Fahrzeug erkennen konnte.

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