Alfa Romeo 33/2 Daytona: ein Rennwagen

Der Beginn der Legende „33“

Im Herbst 1964 beginnt Alfa Romeo die Studien für den Bau eines Sportwagens. Das Projekt wird Autodelta übergeben, die den ersten Prototyp unter Verwendung des Motors eines Giulia TZ2 baut, wobei am Ende aber beschlossen wird Ad-hoc einen Achtzylinder zu entwickeln: Im Jahr 1965 wird der erste Tipo 33 getestet.


Ingenieur Chiti - deus Ex-Fahrzeug von Autodelta, die Rennmannschaft von Alfa - verschiebt den V8-Motor hinter den Piloten und sorgt so für ein leichtes Fahrzeug mit einem Rahmen aus Aluminiumrohren, an denen Gestänge aus Magnesiumlegierungen befestigt sind. Mit dem Motor in einer zentralen Position und Hinterradantrieb ist der 33/2 - der Name stammt aus der Vereinigung des Projektnummer und der Anzahl der Liter des Hubraums -  perfekt für den Rennsport und um sofort zu gewinnen.

Es ist der leitende Abnahmeprüfer Teodoro Zeccoli, der am 12. März 1967 das Bergrennen von Fléron, mit der ersten Version des 33/2 Sport Prototyps gewinnt. Aufgrund der Form der dynamischen Lufthutze hinter dem Rennfahrer erhält das Modell den Namen „Periskop“.

Der 33 verfügt über einen V8 2 Liter Motor, mit der charakteristischen Doppelzündkerze pro Zylinder, gekoppelt mit einem Sechsganggetriebe, das 270 PS bei 9600 U/min erreichen kann. Das Fahrzeug erfährt bald eine optische Änderung, um die Aerodynamik zu verbessern:  das Vorderteil ist verjüngt, während die hinteren Kotflügel zur Erweiterung der Lufthutze breiter werden.

1968 entscheidet sich Alfa Romeo an der Weltmeisterschaft der Sport Prototypen teilzunehmen, die zu dieser Zeit auf großen öffentlichen Zuspruch stößt. Die anstrengenden Langstreckenrennen waren echte „heilige Monster“ des Motorsports, legendäre Namen wie die 24 Stunden von Daytona und von Le Mans, die 12 Stunden von Sebring, die 1000 km von Monza, die 500 km auf dem Nürburgring und die Targa Florio.

Die 33/2 sammeln viele Erfolge in der 2-Liter-Klasse innerhalb, vor allem bei den 24 Stunden von Daytona, in denen sie mit den Teams Vaccarella-Shütz, Andretti-Bianchi, Casoni-Biscardi-Zeccoli die ersten drei Plätze belegten. Der Name Daytona ist dem Sieg der Alfa Romeo 33/2 zu verdanken.


Die neu benannten Daytona erzielen auch ausgezeichnete Ergebnisse bei den 24 Stunden von Le Mans - wieder miteinem Hattrick in der Klasse - und in einigen Wettbewerben schaffen sie es, sich in der absoluten Klassifikation sogar vor viel stärkeren Autos zu behaupten, wie in Mugello, wo Vaccarella-Bianchi-Galli das oberste Treppchen erklimmen. 

Ein gutes Ergebnis wird auch bei der Targa Florio desselben Jahres erzielt, wo der 33/2 von Galli/Giunti den Klassensieg einfährt und den zweiten Platz belegt, gefolgt von dem Zwillingswagen von Casoni/Bianchi.

Viele sind auch an mehreren Bergaufrennen beteiligt, bei denen die Aerodynamik an die verschiedene Strecken angepasst wird: Die 33 werden je nach Bedarf mit langem oder kurzem Heck ausgestattet. Das Auto entwickelt sich weiter, der Hubraum des Motor vergrößert sich auf 2.5 Liter: 315 PS bei 8800 U/min. Die Ankunft des 33/3 rückt näher, was wichtige Erfolge in den Sportjahren 1970 und 1971 mit sich bringen wird.

Wie nur wenige Rennwagen hatte der 33 das Privileg, zuerst als Rennwagen entwickelt worden zu sein, von dem sich später die Straßenversion ableitete, die von Franco Scaglione entworfen und nur in sehr wenigen prächtigen Exemplaren produziert wurde. Alfa Romeo stellte auch einige Chassis her, die an Karosseriebauer und Designer gingen, um Prototypen zu produzieren: Der 33 Carabo an Bertone und der Iguana an Giugiaro, als Roadster, Spider und Coupé (Speciale genannt) von Pininfarina.

Andrea De Adamich - legendärer Alfa Romeo-Fahrer - hat den 33/2 für das Langstreckenrennen Targa Florio aus dem Historischen Museum in Arese auf die Straßen der Madonie-Rundstrecke geholt.

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