Die Welt von Heritage
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Das Debüt des Fiat Multipla 6x6 und die Hommage an Autodelta.
Die Geschichten von Heritage
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Die Geschichte von vier großen Marken des italienischen Motorsports
Von den repräsentativsten Modellen über die erfolgreichsten und revolutionärsten Persönlichkeiten, von den Events, die sie geprägt haben, erzählt und würdigt diese Rubrik die Meilensteine von Alfa Romeo, Fiat, Lancia und Abarth.
Ab heute kann sich Ihre Leidenschaft auf ein Spitzenteam verlassen.
Ursprungszeugnis, Echtheitszertifikat, Restaurierung: So bleibt die ursprüngliche Faszination Ihres Autos garantiert erhalten.
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Lancia Thema

Eleganz, Luxus und Leistung

In den 1980er und 1990er Jahren ist er das Flaggschiff der Marke. Zunächst als Drei-Volumen-Limousine, später auch als vielseitiger Station Wagon vereint er nach bewährter Lancia-Tradition elegante Linienführung und luxuriöse Materialien mit ausgezeichneter Leistung.


Anfang der 1980er Jahre startet Lancia ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Namen „Tipo 4“ zur Realisierung eines Oberklasse-Fahrzeugs.

Der Thema soll den Gamma ablösen: Aus der Feder des Stardesigners und Gründers der Italdesign Studios Giorgetto Giugiaro entstand eine elegante Drei-Volumen-Limousine, die sich durch eine klassische und doch moderne Linienführung sowie ein helles, geräumiges aber vor allem luxuriöses und elegantes Interieur auszeichnet. Die internationale Ankündigung erfolgt auf dem Pariser Automobilsalon im September 1984, vor dem offiziellen Debüt auf dem Turiner Autosalon im November.

Die Frontpartie ziert der markentypische trapezförmige Kühlergrill, eine Stilisierung mit horizontal verlaufenden Lamellen des klassischen schildförmigen Lancia-Kühlergrills, der mit dem leistungsstarken Lancia Aurelia zu einer echten Markenikone wurde. An den Seiten, große rechteckige Breitband-Scheinwerfer mit integrierten Blinkern, die in die Kotflügel hineinfließen, und umlaufende Stoßfänger aus Kunstharz, teilweise in der Farbe der Karosserie. Motorhaube und Windschutzscheibe sind sportlich abfallend, dazu kommen ein großes Interieur und der hohe, wohldimensionierten Kofferraum, der sich durch markante, vertikal verlaufende Rundumleuchten mit horizontalen Elementen auszeichnet, während in der Mitte der nach innen verlaufende Kennzeichenhalter zu sehen ist.

Zu den Besonderheiten des Designs gehören die Türen und insbesondere die umlaufende Dachverbindung: Eine Lösung, die die Sauberkeit der Linien verbessert, da die traditionellen Tropfkanten beseitigt und so die Eleganz der Fahrzeugflanken und gleichzeitig die Aerodynamik optimiert werden.

Aber das wahre Highlight des Lancia ist das Interieur mit den bequemen und umhüllenden Vordersitzen sowie der Rücksitzbank mit zwei prächtigen Sitzplätzen an den Seiten, breiter Kopfstütze und weicher Armlehne in der Mitte. Rücksitzbank und Sitze sind mit hochwertigen Materialien bezogen: von Samt oder Chenille mit verschiedenen Texturen bis hin zu Alcantara oder dem allgegenwärtigen Leder. Das Armaturenbrett verfügt über eine komplett bestückte und gut lesbare Instrumententafel mit zwei Kontrollfeldern. In der Mitte: große Belüftungsöffnungen, die Steuerungen der Klimaautomatik, eine Verschlussklappe für das Gehäuse des Autoradios und eine zweite Verschlussklappe für den Aschenbecher und den Zigarettenanzünder.

Für die Motorisierung wird die Weiterentwicklung des berühmten 1.995 cm3 Lampredi-Doppelwellenmotors verwendet, der jetzt mit Saugmotor oder Turbolader angeboten wird, wobei letzterer mit zwei Ausgleichswellen ausgestattet ist: 120 bzw. 165 PS. Der quer verbaute Frontmotor ist um 21° nach vorne geneigt, um die Motorhaube niedriger und flacher zu halten. Der Antrieb erfolgt an den Vorderrädern, mit Fünfgang-Schaltgetriebe oder, nur für die Saugmotor-Version, mit Dreigang-Automatikgetriebe. Die aufgeladene Einheit wird für den ersten Lancia Delta HF 4WD mit Allradantrieb verwendet und markiert den Beginn der erfolgreichen Delta-Ära, die den Rallyesport für viele Jahre dominieren wird.

Neben dem Zwei-Liter-Motor kommt der Thema auch mit dem von Peugeot, Renault und Volvo gemeinsam entwickelten 2.8 V6 PRV Motor auf den Markt. Es handelt sich um ein sehr elastisches Triebwerk, das sich bestens für ein Repräsentationsfahrzeug eignet, sodass es in die wenigen Exemplare mit langem Radstand der Limousinen-Version eingebaut wird.

Ein großer Erfolg ist dagegen der 2,4-Liter-Turbodiesel, ein Dieselmotor, den der Fiat-Konzern bereits in anderen Modellen verbaut hat. Mit Einführung des Ladeluftkühlers steigert Lancia die Leistung jedoch auf 101 PS und bietet dem Markt damit das schnellste Dieselfahrzeug seiner Zeit: bis zu 185 km/h.

Er wird zehn Jahre lang in drei Baureihen gebaut. 1986 kommt die von Pininfarina entworfenen Station Wagon-Version hinzu und 1987 die seltene Limousine. Er zeichnet sich auch weiterhin durch seine leistungsstarken Benzin- und Dieselmotoren aus, die im Laufe der Jahre weiterentwickelt und den Rechtsnormen angepasst wurden, um sauberer und effizienter zu sein, ohne an Leistung einzubüßen. Das Highlight ist der Thema 8.32 mit dem Ferrari V8.


Das Jahr 1986 bringt zwei entscheidende Neuheiten: Die Einführung der Station Wagon-Version, aber vor allem die Geburt des Thema 8.32.

Die Konstrukteure Pininfarina und Zagato werden mit der Entwicklung des Thema als Familienfahrzeug beauftragt: Die beiden Vorschläge sind sehr ähnlich, aber die Version von Pininfarina erhält den Zuschlag. Die Ersetzung des dritten Volumens durch eine Dachverlängerung und die große Heckklappe beeinträchtigen in keiner Weise die elegante Linienführung und bieten den Vorteil einer größeren Ladekapazität. Noch mehr Anerkennung finden die ausgeklügelten selbstnivellierenden Aufhängungen, eine der beliebtesten Optionen beim Station Wagon. Das Familienfahrzeug erscheint zunächst nur mit aufgeladenen Benzin- und Dieselmotoren, und das zu einer Zeit, in der der SW-Markt im Gegensatz zu den Vorjahren zunehmend anspruchsvoller wird: Aus ehemaligen Dienstfahrzeugen werden trendige Prestigefahrzeuge.

Der Lancia Thema 8.32 ist ein Kapitel für sich: nicht so sehr und nicht nur wegen seines Ferrari V8-Motors mit 32 Ventilen, sondern auch wegen der luxuriösen und hochwertigen Materialien, mit denen das Interieur ausgestattet ist: Bruyère Wurzelholz auf dem Armaturenbrett und den Türverkleidungen, Sitze und Lenkrad in Alcantara oder, optional, in Leder von „Poltrona Frau“. Das Exterieur besticht durch die Leichtmetallfelgen im exklusiven Speichen Design, ein für Ferraris damals typisches Design, und durch den innovativen, elektrisch ausfahrbaren Spoiler am Kofferraum. Seitenschweller unter der Tür und eine schmale gelbe Doppellinie, die entlang der Seite verläuft: Nichts Augenfälliges für eine hochklassige Limousine, die eine Geschwindigkeit von 240 km/h erreicht.

Der 32-Ventil-V8-Motor, nach dem das Modell benannt ist, stammt aus dem Ferrari 308 und Mondial Quattrovalvole und wird in seiner Leistung an den Komfort der Limousine und an den Frontantrieb angepasst. Damals hieß es, seine 215 PS seien die maximale Leistung, die ein Fahrzeug mit Frontantrieb aushalten könne. Zu den hochklassigen Extras gehören die elektronisch gesteuerten Aufhängungen.

Auf dem Pariser Autosalon 1988 debütiert die zweite Serie der Thema-Baureihe. Sie unterscheidet sich durch die neue Frontpartie, die das gesamte Fahrzeug optisch verjüngt, auch dank der neuen Scheinwerfer, bei denen die Blinker den gesamten unteren Teil ausfüllen, wodurch die Schweinwerfer selbst schlanker und stromlinienförmiger werden. Einige Details werden vom Modell 8.32 übernommen, wie z.B. die farblich angepassten Spiegelkappen, aber die wichtigsten Neuerungen betreffen die Motoren, die mit einem 16-Ventil-Zylinderkopf ausgestattet sind. Die Leistung steigt: 147 PS für die Saugmotor-Version mit der Bezeichnung 2.0 i.e. 16V und 181 PS für die Saugversion 2.0 i.e. Turbo 16V mit 15-Zoll-Felgen. Der 2,5-Liter-Turbodiesel erreicht jetzt dank seiner 115 PS 195 km/h und gehört damit immer noch zu den leistungsstärksten Dieselfahrzeugen. Der V6 2.8 wechselt von der mechanischen zur elektronischen Einspritzung. Das Automatikgetriebe wird jetzt von ZF hergestellt: Es hat vier Gänge und ist für den „i.e. 16V“ sowie für die Version mit Dieselmotor erhältlich.

Das Interieur wird mit Holzeinlagen und einigen Retouchen an den Armaturen veredelt. Vor allem jedoch werden Verbesserungen am Getriebe vorgenommen, die ein schnelleres und präziseres Schalten ermöglichen, während Änderungen an der Aufhängung das dynamische Verhalten an die erhöhte Leistung anpassen. Im darauffolgenden Jahr werden auch die 16-Ventil-Versionen, wie zuvor die 8-Ventil-Versionen, mit einem Katalysator ausgestattet, während der Turbodiesel 1989 mit der Einführung des AGR-Ventils sauberer wird.

Im September 1992 kommt die dritte Serie auf den Markt, mit optischen Neuerungen an den Stoßstangen, verschiedenen Ausstattungsvarianten und Aktualisierungen vor allem im Bereich der Mechanik, die zunehmend verfeinert und mit emissionsmindernden Systemen ausgestattet wurde. Alle Motoren verfügen jetzt über einen Katalysator, der 16-Ventil-Saugmotor erhält variable Ansaugrohre, um die Elastizität zu verbessern, der V6 stammt von Alfa Romeo und kommt auf 3,0 Liter und 171 PS.

Innerhalb von zehn Jahren entwickelt sich der Lancia Thema mit 358.000 produzierten Exemplaren zu einem echten italienischen Statussymbol, und das nicht nur für Unternehmer und Geschäftsleute: Er ist das offizielle Dienstfahrzeug für alle Institutionen, wird aber auch von jenen bevorzugt, die durch Eleganz beeindrucken wollen, ohne auf Sportlichkeit zu verzichten. Der Lancia Thema 8.32, auch bekannt als „Thema Ferrari“, wurde mit 2.370 Exemplaren in der ersten und 1.150 in der zweiten Serie zu einem echten „Instant-Klassiker“.

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