Die Welt von Heritage
Alles über die Abteilung, die das historische Erbe von Alfa Romeo, Fiat, Lancia und Abarth aufwertet.
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Milano AutoClassica 2023
Das Debüt des Fiat Multipla 6x6 und die Hommage an Autodelta.
Die Geschichten von Heritage
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Die Geschichte von vier großen Marken des italienischen Motorsports
Von den repräsentativsten Modellen über die erfolgreichsten und revolutionärsten Persönlichkeiten, von den Events, die sie geprägt haben, erzählt und würdigt diese Rubrik die Meilensteine von Alfa Romeo, Fiat, Lancia und Abarth.
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Autodelta

Die legendäre Alfa Romeo Motorsportabteilung.

Autodelta kennzeichnete das offizielle Comeback von Alfa Romeo in den Rennsport: mit einer innovativen Organisationsstruktur unter der Leitung des charismatischen Ing. Carlo Chiti betrat das Autohaus der „Biscione“ (dt. Schlange und Logo von Alfa Romeo) wieder die internationale Motorsportbühne, zu einem Zeitpunkt, in dem sich das Unternehmen in voller Entwicklung befand.


Mit dem Sieg der ersten beiden Formel-1-Weltmeisterschaften mit dem unschlagbaren „Alfetta" bestätigte Alfa Romeo seine Führungsrolle in der Welt des Motorsports. Aber das wachsende Engagement für die Serienproduktion, ein vorrangiges Ziel in den ersten Nachkriegsjahren, zwang das Mailänder Unternehmen trotz der Siege zur Aufgabe des Rennsports. Daraufhin wurde Rennfahrern und Privatrennställen - mit großem Erfolg - das Management der Wettbewerbe überlassen, in denen mehr als ein Jahrzehnt lang zunächst der „1900" und dann die „Giulietta" die Führung übernahmen.

Das „Giulietta-Projekt" war in vollem Gange, als die Alfa-Geschäftsleitung beschloss, ihre Führungskräfte durch die Einstellung junger Ingenieure zu unterstützen. An einem Oktobermorgen im Jahr 1952 passierte eine Gruppe von Jungakademikern die Tore des Portello (Autoproduktionsgebiet), von denen nur einer bereits einen Arbeitsplatz bei der Chemiefirma Montecatini hatte: Ing. Carlo Chiti. An diesen Tag und an die starke Persönlichkeit des Kollegen erinnert sich insbesondere Ing. Domenico Chirico, der später einer der Verantwortlichen des Alfasud-Projekts werden sollte.

Mit seinem ausgeprägten toskanischen Akzent zog Carlo Chiti innerhalb von Minuten die Aufmerksamkeit auf sich, so wie er es für den Rest seines Lebens tun würde. Chiricos Erzählungen zufolge wurde Chiti mit der Abteilung für experimentelle Sportwagen betraut, wo er sofort durch seinen Scharfsinn und seine Begabung auffiel. Der Ruf seiner Fähigkeiten erreichte Maranello und 1957 berief ihn Enzo Ferrari als Ersatz für seinen früh verstorbenen technischen Leiter ins Amt. So war es einer der Hauptprotagonisten, durch den Chiti in die Welt des Motorsports gelangte.

Eine notwendige Voraussetzung, um die Verbindung zu verstehen, die sich zwischen Ing. Chiti, Alfa Romeo und der Welt des Motorsports auf internationalem Niveau im Laufe der Zeit entwickelte.


Wir machen einen Sprung von 1957, dem Jahr der Ankunft in Maranello, ins Jahr 1963, als am 5. März in Feletto Umberto, einem Ortsteil von Tavagnacco in der Provinz Udine, Auto Delta von drei Partnern gegründet wurde: Carlo Chiti und die beiden Brüder Chizzola, Besitzer des Alfa Romeo Händlers, der sich neben den Lagerhallen befand, in denen das Unternehmen mit dem Zusammenbau des ersten Alfa Romeo Giulia TZ (Zagato Rohrrahmen) begann. Es handelte sich um einen Rennwagen, den Alfa Romeo Ende Oktober 1962 auf dem Turiner Autosalon ausstellte.

So entstand, losgelöst von den Produktionsstätten in Portello und Arese, eine Struktur, die sehr flexibel in der Entscheidungsfindung, in der Planung und der Konstruktion war und italienische Unternehmen mit hervorragenden Branchenkenntnissen zu koordinieren vermochte: darunter Zagato für die Karosserie, Ambrosini für Fahrgestelle und sogar die Verwendung spezieller Electron-Leichtmetallgussteile von Gilera waren dabei und bereicherten die Mechanik von Alfa Romeo. Dem Autohaus der „Biscione“ blieb das, was da in der Provinz Udine geschah, natürlich nicht unbemerkt, im Gegenteil, aber es durfte sich zunächst nicht offiziell äußern, sollten die Autos nicht den gewünschten Erfolg haben.

Das Werk entwickelte sich weiter, änderte seinen Namen in Autodelta und wurde 1965 offiziell zur Rennabteilung von Alfa Romeo. Es schrieb eine neue Erfolgsgeschichte, die mit Siegen in der Weltmeisterschaft für Prototypen bis zur Rückkehr in die Formel-1 ihren Höhepunkt erreichte.


Die Erfolge im Rennsport ließen nicht lange auf sich warten und die Präsenz von Alfa Romeo im Unternehmen von Chiti und seinen Partnern wurde immer stärker, vor allem was das finanzielle Engagement anging, aber nicht nur. In der Tat erfolgte 1965 die vollständige Übernahme des Unternehmens, das in der Zwischenzeit seinen Namen in Autodelta geändert hatte und von der Provinz Udine nach Settimo Milanese nahe Mailand und Arese umgezogen war, um auf alle Fälle ein Unternehmen mit einem hohen Maß an Unabhängigkeit zu bleiben, weit genug entfernt von den Produktionslogiken.

Von den Alfa Romeo Giulia TZ wurden nur wenige, mal gerade für die Rennsport-Zulassung notwendige Exemplare gebaut, aber die waren äußerst erfolgreich: vom FISA-Cup auf der Rennstrecke von Monza über die Coupe des Alps und die Tour de Corse, Rennen, bei denen sie in der Klasse gewannen, sowie das 24-Stunden-Rennen von Le Mans, die Targa Florio und die Tour de France Auto. Nicht weniger erfolgreich war der Nachfolger TZ 2 mit seiner prestigeträchtigen Erfolgsbilanz, darunter Sebring, die Targa Florio 1965 (Dritter in der Gesamtwertung und Erster in seiner Klasse), das 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring und der Giro d'Italia.

Im selben Jahr erlangte Autodelta mit der leichteren Version des neuen Coupés, dem Giulia Sprint GT, weltweites Ansehen: Aus dem Racing-Star wurde der Alfa Romeo Giulia GTA, ein Siegerauto in puncto Geschwindigkeit, Lenkbarkeit und Robustheit. All die mehrfachen Weiterentwicklungen führten zu Siegen in allen Teilen der Welt. Zusammengefasst: Der GTA gewann zwischen 1966 und 1967 drei Europameisterschaften und 16 nationale Titel, während der GTA 1300 Junior drei kontinentale Preise in der Klasse 1300, die Tourenwagen-Europameisterschaft 1971 und 1972 und 14 nationale Titel zwischen 1969 und 1974 für sich entschied. Die letzte Entwicklung, der Giulia GT Am, gewann zwei Europameisterschaften (1970 und 1971) und Dutzende von nationalen und internationalen Rennen zwischen 1970 und 1972.


Aber schon 1967 strebte Alfa Romeo nach Höherem, nämlich nach der prestigeträchtigsten Kategorie jener Jahre: der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Es war der Beginn eines wahren Heldenepos, den der Alfa Romeo 33 mit seinen zahlreichen Weiterentwicklungen schrieb: vom ersten 33 mit 2-Liter-V8-Motor über den Alfa Romeo 33/3 mit dem auf 3 Liter aufgestockten V8 bis hin zum glorreichen 12-Zylinder, dem Alfa Romeo 33 TT 12 , der 1975 die Markenweltmeisterschaft gewann, indem er sieben von acht Rennen und 1977 (33 SC 12) die Sportwagen-Weltmeisterschaft gewann.

Die Siege auf den Rennstrecken der Welt sind zahlreich, prestigeträchtig sind aber auch die Protagonisten hinter dem Lenkrad, von offiziellen Testfahrern, die in der Lage waren, Rennen zu gewinnen, wie Teodoro Zeccoli, bis hin zu den berühmten Fahrern in allen Kategorien, hier in streng alphabetischer Reihenfolge: Bell, Beckers, Biche, Brambilla (der Mann des 33 SC 12), Bussinello, Casoni, De Adamich (der Mann, der den „GTA“ wachsen ließ), Dini, Engeman, Facetti, Galli, Giunti, Hezemans (der Beste im „GT Am“), Ickx, Jarier, Marko, Merzario (der beste Interpret des 33 TT 12), Munari, Pescarolo, Pinto, Pregliasco, Rindt, Vaccarella, van Lennep.

Die Zeiten änderten sich, und das Prestige verlagerte sich in Richtung Formel-1: So ermöglichte der 33 TT/SC mit Hubraumleistung von 3 Litern und 12 entgegengesetzten Zylindern Autodelta die Rückkehr in die Königsklasse, zunächst als Motorenlieferant des Brabham-Teams, später mit den vollständig in Autodelta entwickelten Fahrzeugen. Daraus entstand 1976 der Brabham BT45-Alfa Romeo und im Jahr darauf der BT 45B. 1978 war das Jahr des Brabham BT46, berühmt für seine „Fun-Car"-Version mit Ventilator im Heck. Das Jahr 1979 läutete die letzte Saison der Partnerschaft mit dem britischen Team ein: Der BT48 war bereits mit dem neuen 60-Grad-V12-Motor von Alfa Romeo ausgestattet, einem Triebwerk, das auch in den komplett von Alfa Romeo entworfenen Einsitzer (Auto und Motor) eingebaut wurde, der von der Presse und der Fachwelt den Spitznamen „Alfa-Alfa" erhielt. Das Aufkommen des Bodeneffekts zwang die Hersteller, Autos zu entwickeln, die diese aerodynamische Konfiguration optimal nutzen und daher Motoren mit einem Minimum an Breite in Betracht ziehen sollten. Unter den Alfa Romeo-Autodelta-Rennfahrern in der Formel-1, einschließlich der Brabham-Zeit, erinnern wir an berühmte Namen wie: Andretti, De Cesaris, Depailler, Giacomelli, Lauda, Pace, Piquet, Reutemann, Stuck, Watson.

Die Autos, die die Geschichte von Autodelta, der legendären Rennsportabteilung von Alfa Romeo, geschrieben haben, sind im Museum von Arese zusammen mit vielen anderen ausgestellt und zeugen vom unglaublichen und nicht nur sportlichen Weg der Casa del Biscione, die die Geschichte des Automobils und des Motorsports unvergesslich geprägt hat.

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